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30. Juni

15. August


 

30. Juni 1990

Julia sagte: "Wir hielten eine Gebetswache zu Ehren des fünften Jahrestages der ersten Tränen der Madonna. Gegen 23 Uhr fiel ich in Ekstase.

Ein großes Licht leuchtete, dann erschien Maria. Ihr Antlitz schien mir noch schöner, noch weicher, noch zärtlicher, noch anmutiger als sonst. Sie trug einen blauen Mantel und hielt einen Rosenkranz in der linken Hand. Von ihrer rechten Hand gingen Lichtstrahlen auf die im Gebet Anwesenden aus.

Dann erschien auch Jesus am Himmel: Er trug einen roten Mantel und schaute uns voller Güte und Zärtlichkeit an und vermittelte uns sein Licht, das von seinen geöffneten Armen ausströmte.

Das Licht verbreitete sich wie Sonnenstrahlen über allen Anwesenden. Ich weiß nicht mehr von wann an ich dann auch alle Heiligen mit uns beten sah. Auch Engel vereinigten sich mit uns im Gebet..."

Dann hörte ich die so liebevolle und sanfte Stimme Mariens:

"Meine Tochter! Ich danke dir. Mein Sohn Jesus gibt heute allen meinen Kindern, die zu mir kommen und an mich denken auf besondere Weise sein Licht und seinen Segen. Außerdem wird eine große Anzahl meiner Kinder dank der Leiden, die du erduldet hast, die Gnade der Bekehrung erhalten.

Die Liebe siegt: wünsche die Liebe von ganzem Herzen. Dann werden wertvolle Gnaden zum Heil vieler Seelen herabkommen.

Wegen der maßlosen Sünden der Welt reicht die Liebe meines brennenden Herzens nicht mehr aus: ich rufe euch zu Hilfe.

Jetzt, in dieser Stunde, gebe ich auch an anderen Orten Zeichen, um meine Liebesbotschaften zu vermitteln, damit der Herr gepriesen werde.

Wie Gott eins ist in drei Personen, so ist auch eure himmlische Mutter eins. Wie der Vater, der Sohn und der Heilige Geist eins sind, so sollt auch ihr euch vereinen, um eins zu werden. Darum bitte ich dich, weil viele meiner Kinder Zeichen und Wunder nur aus Neugierde verlangen.

Ich will, daß alle meine Kinder meine Stimme der Liebe, die so voller Trauer ist, vernehmen, und daß sie mir vertrauensvoll durch ein tätiges Leben nachfolgen. Deshalb sollst du sie zu mir führen, indem du noch mehr Opfer bringst und Buße tust.

Wenn sie mir dann vollkommen folgen, werde ich sie voller Liebe an mein Herz drücken und ihnen die Freuden des Himmels schenken.

Vergiß nicht, daß ich immer bei euch und euch immer nahe bin!"

Julia sagte: "Oh, Herr! Oh, Maria, meine Mutter! Ihr ruft uns alle: oh, so soll euer Wille auch auf Erden aufgenommen werden. Gewährt uns, daß wir vor euren Altar kommen mit der Gabe unser Opfer und unseres Dankes."

In diesem Augenblick zeigte sich der Heilige Geist in Form einer Taube und gab sein Licht allen Teilnehmern an der Gebetswache. Dann verschwand Maria von einem Moment zum andern und mit ihr das Licht, Jesus, die Heiligen und die Engel.

 

 

15. August 1990

Maria hatte gerade zu Julia gesagt: "Schau, wohin die Welt geht!"

Julia schreibt daraufhin: "... Plötzlich konnte man einen heftigen, ohrenbetäubenden Lärm hören, der an ein Erdbeben erinnerte. Ein seltsames Wesen tauchte vor mir auf: es war ein Dämon, der Dämon der Trennung. Die obere Hälfte seines Leibes glich einem grauen Pferd, die untere Hälfte seines Leibes einem Menschen (Off 6,9). Er hatte mehrere Länder durcheinander gebracht, von denen drei in Kämpfe ausgebrochen waren; und ich sah, daß eines dieser drei Länder während des Kampfes floh. (Als man Julia daraufhin befragte, wußte sie nicht, um welches Land es sich handelte. Sie hatte nur vage einige Tage zuvor von der Besetzung Kuwaits durch den Irak gehört.) Als er das sah, lachte der Dämon hämisch und war zutiefst befriedigt.

Nachdem er kleine Dämonen (aus niedrigeren Rängen in der Hierarchie der gestürzten Engel) auf der ganzen Welt ausgesandt hatte, lächelte der große Dämon, der sich auf einen Platz begeben hatte, von wo aus er die ganze Welt sehen konnte, auf ekelhafte Art und Weise.

Ich sagte ihm, daß dies wohl genüge. Aber er antwortete mir sogleich ganz freundlich, daß er mir... ein ganzes Land (!) schenken würde, wenn ich mich mit ihm verbünde.

Als ich mich entschieden weigerte, sprang er mich an und wollte mich zwingen aufzugeben. Er sagte: "Meine Angelegenheiten würden besser vorankommen, wenn ich dich und Pater Spies auslöschen würde. Du bist meine große Feindin. Es wäre sehr angenehm, wenn ich dich loswerden könnte."

Mit diesen Worten warf er sich auf mich, um mich zur Aufgabe zu zwingen. Da ich mich nicht unterwerfen wollte, rief er andere Dämonen herbei, die mich töten sollten.

Der Anführer der Dämonen in Pferdegestalt packte mich am Hals, nachdem er mich auf den Boden geschmettert hatte, und die anderen, kleinen Dämonen packten meine Beine, um sie zu zerbrechen. Aber ich vertraute mich ganz der Jungfrau Maria an und betete mit Inbrunst um den Frieden in der Welt, auch wenn ich dafür den Tod erleiden müßte.

Auf einmal wurde mir schwarz vor Augen: ich fragte mich, ob ich nun sterben würde. Aber im selben Moment ließ der Würgegriff an meinem Hals nach, und es erschien ein hellstrahlendes Licht. Gleichzeitig ergriff jemand meine Hand: es war eine weiche, warme Hand. Ich vernahm eine zarte, sanfte, aber traurige Stimme:

"Meine Tochter! Meine liebe und gute Tochter! Ich bin zutiefst betrübt darüber, dir nur Leiden bereiten zu können. Aber wisse, daß ich, deine Mutter, die Leiden der Passion Christi erdulde, die auch von fürchterlichen Verletzungen noch verschlimmert werden.

Die heutige Zeit ist eine Zeit der Sünden und der Unordnung. Wie du gesehen hast, ist die Welt so voller Unordnung, daß eine große Bedrohung für die ganze Menschheit daraus entstanden ist. Auch wenn du sie abwenden könntest, was nützte das, solange die Welt sich nicht bekehrt?

Noch nie haben sich so viele meiner Kinder auf dieser Welt so sehr vom Weg der Bekehrung entfernt wie heute. Sie haben sich Satan angeschlossen und verursachen unter seiner Führung den Untergang der Welt. Alle sollen meine liebende Stimme vernehmen.

Sie sind jedoch weit davon entfernt, meine bittende Stimme zu verstehen, die vor Liebe brennt. Sie lehnen sich gegen mich auf in ihren Lästerungen, Beleidigungen, Kritiken. Durch ihre Gedanken verursachen sie in den Seelen einen riesigen Schaden und lassen meine geliebten, kleinen Seelen leiden..."

  "Meine Tochter, selbst heute muß ich entsetzliche Schmerzen erdulden, wegen der maßlosen Sünden und Verbrechen dieser Welt."

Julia erklärt dazu folgendes: "Als ich diese Worte Mariens vernahm, war ich sehr betroffen. Denn wie grausam ist es zu denken, daß sie an diesem Tag, an dem alle ihre Kinder sie loben und preisen müßten, so sehr leiden muß. Mein Herz floß über vor Schmerz."

Dazu die Madonna: "Meine Tochter, wie wunderbar wäre es, wenn alle meine Kinder so fühlen könnten, wie du es gerade tust. Dagegen folgen mir viele Kinder nur dem Anschein nach, passen sich jedoch ihrem Körper an, der für die Fäulnis bestimmt ist, und der Welt, die von Irrtümern überschwemmt ist. Nur eine winzig kleine Minderheit folgt mir mit ganzem Herzen nach, deshalb leidet mein Herz so sehr."

Julia fährt fort: "Da die Stimme der Madonna so seltsam klang, hob ich die Augen zu ihr empor. Sie weinte. Ich sagte ihr leidenschaftlich: "Oh Mutter, ich bin zutiefst betrübt, vergib mir...""

Darauf erwiderte die Madonna: "Jetzt quält mich der Dämon mit allen möglichen Mitteln, um die Verbreitung meiner Botschaften zu verhindern, und um euch zu Fall zu bringen: dich, die Priester, die ich erwählt habe, und viele meiner Kinder..."